Arbeitgeber
Wer bildet aus und zu welchen Bedingungen?
Airlines, Behörden, Rettungsdienste und Flugschulen. Vergleiche Kosten, Verfahren und Einstiegshürden, bevor du dich bewirbst.
Airlines
Kostenpflichtige Ausbildung, DLR-Test als Auswahlverfahren.
Behörden und Rettung
Kostenfreie oder bezahlte Ausbildung, dafür eigene Auswahlverfahren.
Flugschulen
Ausbildung ohne Airline-Bindung, Anstellung erst nach der Lizenz.
European Flight Academy
Lufthansa-Flugschule, Standorte Bremen, Rostock, Phoenix.
Arbeitgeber im Vergleich
| Arbeitgeber | Typ | Kosten | Auswahlverfahren | Mehr erfahren |
|---|---|---|---|---|
| Lufthansa / EFA | Airline | kostenpflichtig | DLR-Test (BU + FQ) | Details → |
| Eurowings | Airline | kostenpflichtig | DLR-Test + Assessment | Details → |
| Condor | Airline | kostenpflichtig | DLR-Test + Interview | Details → |
| SWISS | Airline | kostenpflichtig | SWISS AviationTraining | Details → |
| Bundeswehr | Militär | kostenfrei | Eigenes Verfahren, mehrtägig | Details → |
| Bundespolizei / Polizei | Behörde | kostenfrei | Polizeitest + Flugeignung | Details → |
| DFS (Fluglotse) | Behörde | bezahlte Ausbildung | DFS-Einstellungstest | Details → |
| ADAC Luftrettung | Rettung | Lizenz vorausgesetzt | Sim-Check + Interview | Details → |
| KLM Flight Academy | Flugschule | kostenpflichtig | Aufnahmeverfahren | Details → |
| Munich Flight Academy | Flugschule | kostenpflichtig | Eignungscheck | Details → |
Häufige Fragen
Kann ich mich bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig bewerben?
Grundsätzlich ja, und es ist auch sinnvoll, weil die Einstellungszahlen stark schwanken. Wichtig ist die Reihenfolge: Der DLR-Test wird von mehreren Airlines gemeinsam genutzt und kann nicht wiederholt werden. Ein Ergebnis, das bei einer Airline nicht reicht, blockiert damit auch die anderen. Verfahren mit eigenem Test, etwa Bundeswehr, Polizei oder SWISS, laufen davon unabhängig.
Brauche ich vor der Bewerbung schon eine Lizenz oder Flugstunden?
Für Ab-initio-Programme bei Airlines und Flugschulen nein, dort startest du ohne Vorerfahrung. Bei der ADAC Luftrettung, in der Offshore-Versorgung und bei vielen Frachtbetrieben wird dagegen eine bestehende Lizenz mit einer Mindestzahl an Flugstunden vorausgesetzt. Eine Privatpilotenlizenz ist nie Pflicht, kann im Auswahlverfahren aber Sicherheit geben.
Welcher Arbeitgeber zahlt die Pilotenausbildung?
Bundeswehr und Polizei bilden kostenfrei aus und übernehmen sämtliche Ausbildungskosten, verlangen dafür aber eine mehrjährige Verpflichtungszeit. Die DFS zahlt angehenden Fluglotsen bereits während der Ausbildung ein Gehalt. Airlines und private Flugschulen verlangen in der Regel einen Eigenanteil zwischen 40.000 und 120.000 Euro, teilweise über ein Darlehensmodell mit tilgungsfreier Zeit bis zum Berufseinstieg.
Worin unterscheiden sich Airline und Flugschule als Ausbildungsweg?
Die Airline bildet mit Blick auf eine spätere Anstellung aus. Das Auswahlverfahren ist härter, die Übernahmechance dafür deutlich höher. Die Flugschule verkauft die Ausbildung ohne Übernahmezusage. Du bist flexibler bei Beginn und Tempo, musst dir den Arbeitgeber danach aber selbst suchen und das Type Rating häufig zusätzlich finanzieren.
Welche Verpflichtungszeiten gelten bei Bundeswehr und Polizei?
Bei der Bundeswehr sind für fliegendes Personal Verpflichtungszeiten von rund 12 bis 16 Jahren üblich, abhängig von Laufbahn und Muster. Bei der Polizei richtet sich die Bindung nach dem jeweiligen Land oder dem Bund. Wer vorzeitig ausscheidet, muss in der Regel einen Teil der Ausbildungskosten zurückzahlen.
Kann ich später den Arbeitgeber wechseln?
Ja, mit gültiger Lizenz und ausreichend Flugstunden ist ein Wechsel innerhalb der Branche üblich. Zu beachten sind Rückzahlungsklauseln aus Ausbildungsverträgen, ein eventuell nötiges neues Type Rating und der Verlust von Senioritätspunkten, die Dienstplan und Aufstieg zum Kapitän beeinflussen.
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